Eigentlich wollten wir ja am Dienstag losfahren. Wirklich! Das war der Plan. Montag war als letzter Vorbereitungs-Tag gedacht – packen, noch mal einkaufen, letzte Dinge erledigen.
Aber Pläne sind ja auch nur grobe Vorschläge.
Nach Monaten ohne Urlaub waren wir so auf Entzug, dass wir am Montagnachmittag nur kurz in die Kaffeetassen guckten und uns einig waren: „Warum eigentlich warten?“
Gesagt, getan. Zehn Minuten später stand das Wohnmobil startklar da, und wir standen drin.
Der erste Fahrtag war einfach nur: Freiheit auf Rädern. Hinter Kassel dachten wir dann, wir könnten mal schauen, wo wir den Abend verbringen. Und wie es bei den besten Reisen ist, fanden wir nicht irgendeinen Platz, sondern einen Stellplatz mit Blick auf die Burg Wallenstein. Jackpot!
Da standen wir nun, zwischen Wohnmobilen, Burgblick und Abendsonne – und grinsten wie zwei, die einen Tag Urlaub gewonnen haben. Abendessen im Freien, ein bisschen Burgromantik, und dann ab ins Bett mit diesem „Wir sind wirklich unterwegs“-Gefühl.
Tag 1: Plan verfehlt – aber genau ins Schwarze getroffen.



