Tag 11 – Von Brücken, Bergen und einem nächtlichen Schrecken

Von Creissels aus ging es heute weiter – unter der gigantischen Brücke von Millau hindurch, die diesmal von unten fast noch imposanter wirkte, als wenn man direkt darauf fährt. Unser Kurs: Richtung Westen, in grober Richtung Toulouse.

Aber ganz ehrlich, diese Landstrassen in den Bergen haben es in sich. Mal Serpentine links, mal Serpentine rechts – da denkt man, man kommt gut voran und zack, hängt man wieder im 2.Gang fest. Also beschlossen wir: ein Zwischenstopp muss her, sonst ist Tag 12 kein Vergnügen mehr.

So landeten wir in Gaillac. Der Stehplatz dort lag etwas außerhalb, terrassenförmig angelegt, mitten in der Natur – auf den ersten Blick richtig idyllisch. Perfekt um einmal tief durchzuatmen.

Gaillac selbst hat uns sofort begeistert. Eine alte, wunderschöne Stadt, voller Geschichte und Charme. Dazu noch ein Ort auf einem der Pilgerwege – kein Wunder also, dass man hier ständig Pilger mit Rucksack und Wanderstab trifft. Wir verbrachten den restlichen Tag entspannt in der Stadt, bummelten durch die Gassen und ließen die Stimmung einfach wirken.

Doch dann kam die Nacht… Irgendwann wurden wir durch merkwürdige Geräusche an unserem Wohnmobil geweckt. Irgendwas tappte, raschelte, rumpelte draußen herum. So viel sei gesagt: richtig erholsam war der Schlaf danach nicht mehr. Wir lagen wach, horchten, überlegten, ob wir jetzt gleich Besuch von einem Fuchs, einem Wildschwein oder schlimmer bekommen.

Am Morgen waren wir ehrlich gesagt froh, dass wir unsere Sachen packen und weiterziehen konnten. So schön Gaillac auch war, diese Nacht war einer zu viel an Nervenkitzel.

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