Tag 12 – Lourdes: Erleuchtung ?

Von Gaillac aus ging es heute weiter gen Westen – immer mit den Pyrenäen im Blick.Je länger wir fuhren, desto deutlicher zeichneten sich die mächtigen Bergmassive am Horizont ab.Irgendwann war klar: wir sind nah dran.Unser Ziel: Lourdes, die Pilgerstätte schlechthin für Christen aus aller Welt.

Wir sagten uns: wenn wir schon einmal in Frankreich unterwegs sind, dann schauen wir uns diesen Ort auch einmal an. Einmal im Leben muss man Lourdes gesehen haben – oder?

Die ersten Eindrücke waren überwältigend, und zwar gleich doppelt. Denn unser Weg zum Campingplatz führte mitten durch die Innenstadt – und das war der erste Kulturschock: sooo viele Menschen auf einem Haufen hatten wir noch nie gesehen.Die Strassen waren brechend voll, alles bewegte sich nur im Schneckentempo.

Unser Campingplatz dagegen war das komplette Kontrastprogramm: der älteste Campingplatz in Lourdes, klein, fein, sehr charmant.Besonders praktisch: eine Buslinie, die direkt vom Platz bis zur Basilika und wieder zurück fährt, Luxus für Camper.

Natürlich nahmen wir das Angebot sofort an und machten uns auf den Weg.Die heiligen Stätten selbst waren wirklich beeindruckend: sauber, still , majestätisch.Die Basilika, die Grotte , die Atmosphäre – das hatte schon etwas Besonderes.

Aber drumherum: naja.Anders.Die Innenstadt bestand gefühlt nur aus Souvenirläden: Marienstatuen in allen Größen, heilige Schlüsselanhänger,Tassen,Teller,Wasserflaschen – alles, was Pilgern und Gläubigen das Geld aus der Tasche ziehen könnte.Dazu eine Menschenmenge wie ein internationales Kirchentreffen: Mönche, Nonnen, Kranke auf der Suche nach Heilung , Pilgergruppen aus aller Welt.

Wir haben alles auf uns wirken lassen, das geweihte Wasser probiert (ja haben wir wirklich ) und fanden es am Ende gut, dass wir Lourdes gesehen haben.Aber ganz ehrlich: einmal reicht….

Dann hieß es früh ins Bettchen – denn am nächsten Tag wollten wir wieder Kilometer machen .Schließlich ruft der Atlantik.

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