Eigentlich wollten wir vom Campingplatz an der Burg Wallenstein erst noch ein bisschen die Gegend erkunden. Aber das Navi zeigte „Süden“ und die Sonne zeigte „37 Grad“, also dachten wir uns: besser gleich dorthin, wo es Wein gibt.
Die Fahrt war wie eine Postkarte in Bewegung: Felder, Wälder, kleine Dörfer – und irgendwann das Schild „Willkommen in Baden-Württemberg“. Unser Ziel: Weingut Schweizer in Ihringen. Klingt nach Genuss, roch nach Genuss – und war Genuss.
Wir durften direkt beim Winzer auf seinem Gut stehen. Kein Campingplatz-Zaun, keine Schranken – nur Weinberge ringsum, ein paar neugierige Schwalben und diese unverschämte Hitze. 37 Grad! Wir nannten es „Weinbergsauna mit Aussicht“.
Zum Glück gab’s flüssige Abkühlung aus dem Keller des Winzers. Zwischen den Reben zu stehen und zu wissen, dass der Abend mit einem Glas kühlen Weißwein endet, war ungefähr so entspannend wie ein All-inclusive-Urlaub, nur besser – weil’s echter war.
Fundstück des Tages:
Ein Rebstock, der irgendwie aussah, als würde er uns zuzwinkern – vermutlich wusste er, dass er bald im Glas landet.
Kilometerstand & Kaffeekonsum:
Ca. 420 km – 3 Becher Kaffee (plus 1 Glas Weißwein als offizieller „Ankunftskaffee“).
Der Abend kam mit goldener Sonne, zirpenden Grillen und diesem Duft, den nur warme Weinberge haben. Wir ließen den Tag zwischen Flaschen und Fässern ausklingen und hatten das Gefühl: Wenn der Urlaub so weitergeht, wird’s schwer, jemals wieder heimzufahren.



